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10 - Bericht zur SGSV Obedience Meisterschaft 2008 Teil II

2. Teil

Der Abend vor dem „Sturm“
oder
Zum Lernen ist man nie zu alt

Nachdem wir Wohnwagen und Pkw auf dem Vereinsgelände mit Hilfe eines fleißigen Helfers abstellen durften, haben der Fuchs und ich mit unseren Hundis erst einmal den verdienten Spaziergang nachholt.                                                           
Das Wetter war herrlich und die Gegend lud geradewegs dazu ein.
auch viele der anderen Starter ein, einschließlich Kristin, Till und Evelyn mit Langsam trudelten ihren Hunden.
Auf dem Hundeplatz war bereits das Prüfungsareal aufgebaut und vom übrigen Bereich abgezäunt. Ein Vorbereitungsring war aufgebaut und es gab unter den strengen Augen der OfO im SGSV, Susi Tauer, genaue Anweisungen sowie ein minutiös ausgearbeiteten schriftlichen Zeitplan für alle, die noch einmal den Platz für ein Training nutzen wollten. Das wollten wir unbedingt!
Ich starrte auf das Zettelchen in meiner Hand auf dem meine Trainingszeit stand: 17.17 bis 17.22. - Hä? Das war nicht das Training, das war die Prüfung!
So ein Timing ist eine Meisterschaft für sich. „O. K.“, dachte ich mir, „dann holst Du einfach rechtzeitig den Hund und wartest. Das kann ja nicht zu schwer sein.“ Gesagt getan. Hundchen noch mal draußen am Grashalm schnuppern lassen und locker vorm Vereinshaus in die Gegend geguckt. Dumdidum. Handy aus der Hosentasche geholt: 17.15. Trallala.- Da höre ich Kristin aus Richtung Hundeplatz rufen: „Wo bleibst Du denn?“ „Äh, wer? Ich?“ Das blöde Gesicht hätte ich mir dann auch sparen können. Logo, in zwei Minuten wird sie wohl nicht mehr mit jemand anderem arbeiten wollen...   Wir kooommen…
Und was lernen wir daraus: Präzises Timing nie ohne Uhrenvergleich!
Zum Lernen ist man halt nie zu alt!
Übrigens sind fünf Minuten wirklich lange?! -
Jedenfalls dann, wenn Du mit einem Atemzug die gesamte Zeit unter Wasser bleiben sollst. Aber, da Obedience kein Wassersport ist, kam der nächste, bevor ich mich drei Mal im Kreis drehen konnte. (Und das geht schnell: Wo soll ich lang. Ach, wie rum, so rum, wohin? Dreh, dreh, dreh.) Schon fertig?!
Kristin nickte. Ich glaube aus psychologischen Gründen hätte sie jetzt sowieso nichts Negatives mehr gesagt. Danke! Mir ging das jedenfalls zu schnell. Na, gut, wenn der Trainer das sagt, dann bringen wir mal das Hundchen fort und gönnen uns einen Kaffee.                                            
Danach meldeten wir uns mit unseren Papieren an und stürzten uns auf das Buffet. Oder war erst die Auslosung und dann das Buffet? Hatte ich zu dem Zeitpunkt noch meine Papiere?
Wer will das jetzt hier überhaupt so genau wissen? Oder anders, ganz anders:
Als wir abends hundemüde ins Bett gefallen sind und dann vor Aufregung nicht gleich einschlafen konnten, hatten wir folgendes erlebt:
Die erforderlichen Papiere waren kontrolliert und eingesammelt worden, das Buffet war irgendwann eröffnet worden und bildete eine gute Grundlage zum
Quatschen. Ausreichend Platz war im HSV Wittgensdorf e. V. ja vorhanden und so mischten sich die Starter aus den verschiedenen Vereinen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.
Eine absolut entspannte Atmosphäre!
Beate vom HSV Friedrichshagen schlenderte über den Rasen, bückte sich und hatte ein vierblättriges Kleeblatt in der Hand. Stutz! Wie hatte sie denn das gemacht?! Glück! Ich will auch! Lauf, lauf, bück - nichts. Lauf, bück- bück- bück. Nichts. Oder sagen wir’s mal so, außer Rückenschmerzen brachte mir das nichts. Ich muss einen ziemlich verzweifelten Gesichtsausdruck an den Tag gelegt haben, denn ohne zu zögern schenkte mir Beate ihr Kleeblatt. „Soll Dir Glück bringen.“, sagte sie. Ja, wo gibt es denn so was?! Ist das nicht lieb?! Dank Dir Beate, Du bist eine ganz besonders Liebe!!! ( P. S. Das Kleeblatt liegt immer noch im Wohnwagen. Glück kann man ja bekanntlich nie genug haben! Genauso wie nette Menschen um einen herum!!) Upps. Was war das denn? Ich hing mit meinen Augen immer noch auf dem Boden, als ich an einem Kleeblattstängel mit sechs Blättchen sah. Ich bückte mich, pflückte es ab und tatsächlich:               
ein Stängel mit sechs Blättchen! Unglaublich!Ich freu, freu, zu den anderen gelaufen und ihnen stolz meinen Fund unter die Nase gehalten. 
„Der Stängel hat ja zwei zusammengewachsene Köpfe mit je drei Blättchen.“, wurde da abschätzend gewertet. „Eine Mutation!“ „Nein, nein!“, versicherte ich den anderen, „das bringt mir morgen ganz viel Glück bei der Prüfung!“
„Das kann aber auch heißen, dass Du die Prüfung zwei Mal laufen musst, oder morgen alles doppelt siehst, weil Du heute zu viel trinkst oder der Hund mutiert und über den Platz fliegt.“ (Anm.: Geflogen ist sie nicht wirklich, meine Zani, aber dazu später mehr…)
Nun versammelten sich alle, damit die Auslosung der Startnummern erfolgen konnte. Als Überraschung wurde die Auslosung von einer Sportfreundin vom HSV Wittgensdorf e. V. und ihrem Riesenschnauzer durchgeführt, der hierzu einen speziellen „Hunde-Bollerwagen“ mit einem Geschirr zu den Wartenden zog.  Der Applaus gehörte ihnen. - In dem Wagen standen vier Holzapportel, bei denen jeweils ein Ende eingepackt war. Die Startnummern für die Teilnehmer in der Königsklasse, OB-3. Schnell wurden die Apportel gezogen, ausgepackt und die Starter und ihre Nummern schriftlich festgehalten. Der liebe Hund kam noch zwei weitere Male und brachte beim nächsten Mal fünf Apportel für die OB-2, wobei Kristin die Startnummer fünf und Evelyn die neun zog und auspackte. Bei seiner letzten Fahrt brachte er den Startern in der OB-1  elf Apportel. Nach der Auslosung stand fest, dass der Fuchs als Zehnter starten würde und ich als Elfte. Wir bekamen alle noch unsere Startnummern zum Anklemmen und der offizielle Teil war an der Stelle beendet.
Ich kann mich nur wiederholen: es war echt schön und entspannend gemeinsam zusammen zu sitzen   oder spazieren zu gehen, zu quatschen, sich kennen zu lernen, zu lachen und festzustellen wie diszipliniert der gemeinsame Umgang Hunde/ Menschen war! Auch den Bereich der Prüfung hat - außer seinen fünf Minuten- niemand betreten, obwohl er für jeden (rein theoretisch) zugänglich war. So eine faire, nette und in gemeinschaftlichem Sinn erlebte Haltung vor, während und auch nach der Prüfung finde ich vorbildlich!
Meinen Dank an dieser Stelle an alle! –                     
Die unkenden Worte meiner Mitstarter noch in den Ohren, verzichtete ich darauf mir übermäßig Mut anzutrinken und der Fuchs und ich verzogen uns mit unseren Hunden in den Wohnwagen, als es insgesamt um uns ruhiger wurde. „Jetzt geht die Party richtig los!“, so oder so ähnlich müssen unsere Hunde gedacht haben, als wir in unsere Betten krochen, denn die wollten zu diesem Zeitpunkt noch mal richtig Gas geben. Aus Platz- und Akustikproblemen haben wir das Spiel der beiden leider abbrechen müssen. Zum Glück brauchten wir nicht lange, um sie zu überreden Ruhe zu geben, oder Manu? Denn da war ich dann eingeschlafen. Tief und fest. Bis es wieder im Wohnwagen rappelte und die Hunde der Meinung waren, dass es nun Zeit zum Aufstehen wäre. Auf der Uhr stand vorne eine vier. Der Fuchs war auch wach geworden.- Respekt, Manu! - Wusste gar nicht, dass Du so früh schon so energisch fluchen kannst! Umgedreht und alle Zweibeiner weitergeschlafen…

 Teil 3 folgt...

Hier der Originaltext, wie ihn Annette sich gedacht hatte: 2. Teil.doc 2. Teil.doc (275.00 KB 14.07.2008 21:17) Leider lässt sich der Text im Internet nich 1:1 wiedergeben...

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